Zappenduster, Assistentin, Pizza und die Gunst der Minute

Die Zeitumstellung auf die „echte“ Zeit klaut uns Fotografen eine Stunde des um diese Jahreszeit sowieso schon recht knappen Lichts. Es wird einfach viel zu schnell dunkel. Als wir pünktlich um 17.00 Uhr loslegten, war es schon am Dämmern, was die Location – den Hoferkopf bei Friedrichstal – noch attraktiver machte.

Der Hoferkopf ist ein Hügel (von einem Berg zu sprechen wäre echt übertrieben!), von dem aus man einen wunderbaren Blick über das Saarland hat, so groß ist das schönste Bundesland der Welt ja nicht. Ein kluger Mensch hat da außerdem noch einen Aussichtsturm drauf gebaut, so dass wir mehr als genug Kulisse zum Arbeiten hatten.

„Wir“ waren an diesem Abend nicht nur mein Modell – Christian – sondern auch noch Pascale, die sich spontan als Lichtassistentin, Statistin und Azubine angeboten hatte. So schnell, wie das Licht dann auf einmal weg war, und so wenig andere Lichtquellen, wie es da gab, war es auch bitter nötig, sein eigenes Licht – also einen Blitz – zu nutzen. Wenn es irgendwie geht, verzichte ich bei dieser Serie auf Blitzlicht, aber hier ging es einfach nicht anders – die Vorsehung hatte mir an diesem Abend eine Lichtassi zur Seite gestellt, so dass wir das Licht genau so setzen konnten, wie wir es wollten.

Eine weitere Person zur Verfügung zu haben, hat auch noch andere Vorteile. Nicht nur bedeuten mehr Leute auch mehr Bildideen (und das ist mehr gut!), man hat außerdem noch jemanden dabei, der bei der ein oder anderen Idee mitwirken kann, was die Möglichkeiten erheblich erweitert.

Trotz zickender Technik, Dunkelheit und meinem Hang zum Perfektionismus hatten wir in annehmbarer Zeit sehr vorzeigbare Ergebnisse. Und danach Hunger. Christian führte uns zu einer wirklich netten Pizzeria (die leider weder eine Homepage noch ein Firmenprofil hat) und der Rest des Abends wurde noch sehr gemütlich. Bei entspannter Plauderei über Fotografie, Technik anderen Dingen, die uns den ein oder anderen komischen Blick einbrachten, kamen wir auf Bildgestaltung und darauf, wie Raum und Abstand wirkt.

Auf Fotos anders als in der Wirklichkeit. Auf Fotos erscheint ein Abstand zwischen Menschen, der mit nacktem Auge betrachtet durchaus natürlich und „normal“ wirkt, schon an große Lücke. Das Bild hier sollte in seiner ersten Fassung eigentlich nur ein Beispiel sein, drei Versuche später waren wir dann alle der Meinung, dass das Foto perfekt in die Serie rein passt. Nun gut. Hier isses.

Einen herzlichen Dank – wie immer – an mein Modell und auch an meine charmante Assistentin. Jederzeit wieder!

Das Projekt neigt sich langsam seinen Ende entgegen, Ende Dezember müssen die letzten Fotos gemacht sein. Bis da hin gibt es aber noch ein paar freie Shootingtermine. Wenn sich also noch jemand berufen fühlt, mich zu unterstützen und Lust hat, mal vor meiner Kamera zu stehen, jetzt ist die Chance! Mailt mich an!

Alle Fotos des Projekts sind hier zu bewundern.

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