Sigma 18-35 f/1,8 Art – kurze Begegnung

Von meiner geliehenen D500 habe ich schon geschwärmt, also ist es nur fair, auch ein paar Worte zum geliehenen Objektiv zu verlieren.

Die technischen Daten, Testbilder und all das, was andere besser können als ich (und das ist verdammt viel), kann man zum Beispiel hier ganz gut nachlesen – ich gönne es mir, nur meinen persönlichen Eindruck wiederzugeben.

Das DX-Objektiv ist an der D500 relativ schwer und fühlt sich dadurch sehr wertig an. Der Zoomring läuft glatt durch, wenn auch für meinen Geschmack der Gesamtweg ein wenig zu lang ist. Haptisch mach es auf jeden Fall eine Menge her!

Die D500 hat sich also schon mal gut angefühlt, als ich sie in einem seltenen Anfall von Mut für die ersten Auftritte des Abschlussballs zusammen mit dem Sigma eingesetzt habe. Tatsächlich ist es mehr als nur mutig, Werkzeuge, deren genauen Stärken und Schwächen man nicht kennt, mit auf einen ernsthaften Auftrag zu nehmen; das ist sogar ziemlich hart an der Grenze von dumm.

Immerhin musste ich meinen Mut nicht allzu teuer bezahlen, das Objektiv hat sich – im Rahmen der physikalischen Grenzen von 18 bis 35mm Brennweite – hervorragend geschlagen. Durch die 1,8er Blende stehen dem Autofokus selbst in einem abgedunkelten Ballsaal Unmengen an Licht zur Verfügung, das merkt man. Schon minimal abgeblendet sind die Bilder unglaublich scharf. Ja, was die Abbildungsleistung angeht, hat mich das Sigma sehr beeindruckt.

Trotzdem habe ich nach zwei Tanzgruppen auf mein treues altes 17-55 f/2,8 Nikkor gewechselt. Mir war der Zoombereich von 18-35mm schlicht zu unflexibel für die Aufgaben, die sich mir an diesem Abend stellten.

Das ist auch mein ganz persönliches Fazit zu diesem Objektiv: Ich kann an der Abbildungsleistung absolut nichts aussetzen. Der Autofokus ist erträglich schnell, die Bilder absolut scharf. Das vergleichsweise hohe Gewicht ist mir vollkommen egal.

Um diese unglaubliche Schärfe überhaupt zu erreichen, muss man jedoch entweder Glück haben, oder sein Objektiv samt Body zur Justage geben. Mein Schwiegervater hat das getan.

Wenn ich also ein DX-Objektiv in diesem kleinen Zommbereich bräuchte, wäre das Sigma tatsächlich ein no-brainer. (Schreibt man das groß?) Würde ich öfter 18mm oder 35mm Festbrennweiten einsetzen, gäbe es gar keine Diskussion, ich würde sofort kaufen… Ich würde auch für kurze Zeit auf eines meiner Werkzeuge verzichten um das Objektiv justieren zu lassen!

Ich habe aber keine DX-Bodys mehr im Einsatz. Das erspart mir große Qualen. Denn ich kann es nicht oft genug sagen: das Objektiv ist grandios. Und unflexibel. Genau das ist meiner Ansicht nach der Dealbreaker. Der Zoombereich ist mir bei den Dingen, die ich ständig mit meinen Kameras veranstalte einfach zu klein. Trotzdem wäre ich sehr stark versucht!

Zusammengefasst: Ein wahnsinnshammergrandioses Objektiv zu einem richtig guten Preis. Jeder, der mit DX arbeitet und mit der beschränkten Flexibilität klar kommt, braucht dieses Objektiv an seiner Kamera!

 

EXIFs des Titelbildes:
Kamera: NIKON Z 7
Lens: Nikon AF-S Zoom-Nikkor 24-70mm f/2.8
Brennweite: 70mm
Verschlusszeit: 1/100s
Blende: ƒ/8
ISO: 100

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