© 2011 Lazarus

Morgenstimmung

Zum großen Amüsement der Leute, die mich ein wenig länger kennen, hatte ich das Shooting mit Geli am Sonntag zur Zeit des Sonnenaufgangs angesetzt. Aus Gründen, die ich nicht vollständig nachvollziehen kann und trotz der langsam einsetzenden senilen Bettflucht, bin ich als Langschläfer verschrien. Als ich mich also um kurz vor sieben Uhr auf den Weg und diese Tatsache öffentlich machte, hagelte es (viel später!) freundlichen Spott.

Dabei hat das Licht am frühen Morgen – gerade im Herbst – eine ganz eigene, sehr attraktive Stimmung. Ein leichter Nebel, der einzelne Lichtstrahlen akzentuiert und die herbstliche Farben schaffen eine machmal geradezu unwirkliche Atmosphäre. Diese Stimmung wollten wir nutzen – und ich gebe gerne zu, dass das ursprünglich nicht meine Idee, ich aber nach den ersten zwei, drei Aufnahmen (noch im Zwielicht) restlos begeistert war.

Zuerst hatten wir uns die Burgruine in Kirkel als Location ausgesucht. Bei unter 0°C und mit leicht vereisten Metallstegen war das eine kalte und für diejenige von uns, die hohe Absätze trug, zudem noch eine moderat gefährliche Angelegenheit. Nach anderthalb Stunden waren wir dann auch durch und wollten eigentlich Frühstücken gehen, einer spontanen Eingebung folgend sind wir aber dann doch nach Illingen gefahren um einer anderen Burgruine eine Chance zu geben.

Anders als die Kirkeler Burg, liegt Burg Kerpen im Tal und ist von einem kleinen Park mit Bäumen umgeben. Mit der noch tief stehenden Sonne, den Bäumen und dem ganz leichten Morgennebel lies sich wunderbar spielen – wir beschränkten uns dann aber doch auf ein, zwei, drei Fotos um nicht vollständig in Klischees abzurutschen. Frühstück gab es dann auch: Nicht zu empfehlen.

Es hat sich dennoch gelohnt, früh aufzustehen.

Tipp von Mann zu Mann: Es mag eine Tatsache sein, dass weiches Licht und gerade Morgenlicht, der Haut schmeichelt und das Modell (noch!) besser aussehen lässt… versucht aber erst gar nicht, das einer Frau zu erklären. Das ist ein ganz tiefes Fettnäpfchen, aus dem Mann auch so schnell nicht wieder raus kommt!

Die übliche Werbung für das Projekt: Jeder, der Lust hat, sich einzubringen, mit mir zu Arbeiten und seine eigene Meinung zum Thema Einsamkeit, Melancholie, Nachdenklichkeit zeigen will, ist herzlich eingeladen, mir eine E-Mail zu schicken und mich das wissen zu lassen!

Zur Galerie mit allen Fotos geht es (wie immer) hier.

 

EXIFs des Titelbildes:
Kamera: NIKON D700
Lens: Nikon AF Nikkor 50mm f/1.8
Brennweite: 50mm
Verschlusszeit: 1/250s
Blende: ƒ/6.3
ISO: 200

3 Trackbacks

  1. By Evermeet Photoblog » Einsam in WND on 4. November 2011 at 14:12

    […] Angelika hatte sich diesen Abend dankenswerter Weise als Assistentin zur Verfügung gestellt; und wie ich gestern bereits erwähnte, ist es aus verschiedensten Gründen überaus angenehm mit Assistenz zu arbeiten. Nicht nur ist ein Blitz, der auf Zuruf die Position wechselt ungemein praktisch, ein weiteres Paar Augen hilft auch, Fehler zu finden und Posen zu verbessern. Außerdem liefern mehr Gehirne mehr Bildideen und ein zusätzliches Modell schadet auch nie, wie das Foto hier beweist. […]

  2. By Evermeet Photoblog » Mit Freunden arbeiten on 27. Dezember 2011 at 11:42

    […] spricht aber für sich. Außerdem sind wir bei diesem Shooting in ganz großer Zahl aufgelaufen. Geli hatte sich als Assistentin angeboten hinzu kam Alex – ein Workshopteilnehmer – war auch […]

  3. By Evermeet Photoblog » Lieblingsfoto – STOP! on 5. Januar 2012 at 12:54

    […] diesem Shooting mit Geli hatte ich ja schon ein wenig erzählt, aber ich habe Lust, dieses Bild zu zeigen […]

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