Einsam in WND

Gestern waren wir in St. Wendel unterwegs. Wir, das waren in diesem Fall mein Modell Kevin und Geli, die sich freundlicherweise als Assistentin zur Verfügung gestellt hat.

Kevin ist – wie unschwer zu erkennen ist – ein besonderer Charakter, gehört aber definitiv zu den Menschen, die bei genauerer Betrachtung extrem sympathisch sind. Um es einfach vorweg zu nehmen, ich hatte bei der Arbeit richtig Spaß. Trotz offensichtlicher Nervosität ist Kevin einer von den Menschen, die das gewisse Händchen für’s Modelln haben – im Sinne von Pose finden, halten und Korrekturen annehmen. Die allermeisten „Fehlversuche“ kamen dadurch zu Stande, dass es reichlich duster war und der Autofokus meiner Kamera mit diesen widrigen Umständen durchaus seine Probleme hatte.

Angelika hatte sich diesen Abend dankenswerter Weise als Assistentin zur Verfügung gestellt; und wie ich gestern bereits erwähnte, ist es aus verschiedensten Gründen überaus angenehm mit Assistenz zu arbeiten. Nicht nur ist ein Blitz, der auf Zuruf die Position wechselt ungemein praktisch, ein weiteres Paar Augen hilft auch, Fehler zu finden und Posen zu verbessern. Außerdem liefern mehr Gehirne mehr Bildideen und ein zusätzliches Modell schadet auch nie, wie das Foto hier beweist.

St. Wendel ist schon bei Tag ein eher ruhiger Ort: auch wenn es die Kreisstadt ist und reichlich großes Einzugsgebiet hat, ist dieses übergroße Dorf nichts, was auch nur annähernd die Bezeichnung „lebendig“, „quirlig“ oder „Stadt“ wirklich verdient hätte. Als wir gegen 18.30 Uhr in der Innenstadt aufschlugen, waren die Geschäfte geschlossen, die Bürgersteige hoch geklappt und weit und breit keine Menschenseele in Sicht. Die Leere zusammen mit der herbstlichen Dunkelheit machten, dass es gefühlt irgendwas um 3.30 Uhr war. Nur ein einsamer, mittelschwer angeheiterter Straßenbruder war (zu unser aller Leidwesen) da, um uns Gesellschaft zu leisten… eine durchaus einsame und peinliche Vorstellung für die „Stadt zum Erleben“.

Wer Lust hat, mir auch seine Stadt zu zeigen, mit mir auf die Suche nach Orten und Ideen zu gehen, ist herzlich willkommen, sich in mein Projekt einzubringen und mich anzumailen.

Das komplette Projektalbum ist immer noch hier zu finden.

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